Vögel füttern – aber richtig!

Startseite/HSU, Projekte/Vögel füttern – aber richtig!

Vögel füttern – aber richtig!

Vögel füttern – aber richtig!
Siegenburger Erstklässler stellen mit der Biologin und Naturpädagogin Michaela Marx artgerechtes Winterfutter her

In den strengen Winterwochen hegten 46 Naturentdecker der Klassen 1a und 1b gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Kirsten Leopoldseder und Ruth Hagner zunehmend den Wunsch, unseren gefiederten Freunden rund ums Siegenburger Schulhaus bei der Nahrungssuche zu helfen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe bedeutete eine spannende Begegnung mit der einheimischen Tierwelt und warf gleich zu Beginn viele Fragen auf: Welche Vögel sind in dieser Jahreszeit am Futterhäuschen zu beobachten? Wieso hat noch niemand einen Storch, einen Schwan oder gar einen Uhu dort gesehen? Wo macht die Schwalbe jetzt Winterferien?
Der Gedanke, ein fast vergessenes Vogelhäuschen auf dem Schulgelände wieder zu aktivieren und außerdem artgerechtes Winterfutter selbst herzustellen, führte dazu, dass die Biologin und Naturpädagogin Michaela Marx ins Klassenzimmer eingeladen wurde. An einem sehr informativen, erlebnisreichen Vormittag erfuhren die Schüler nun, welche Vögel sicher am Futterhäuschen entdeckt werden können, wie das Futter für verschiedene Schnäbel beschaffen sein muss und wie leicht es sein kann, Meisenknödel und andere Leckereien selbst herzustellen. In einen großen Topf mit warmen Fett rührten die Kinder mitgebrachte Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Getreidesamen und Nusskerne ein. Es war etwas befremdlich, darüber nachzudenken, ob die getrockneten Würmer und Käfer, die Frau Marx extra besorgt hatte, auch in den Topf hineinsollten! Nun wälzten die Kinder große Kieferzapfen in der Masse, füllten alle Ritzen und garnierten diese mit roten Beeren und Kokosflocken, um den Vögeln eine besondere Freude zu machen. Löffelweise füllten sie anschließend das Fett- und Körnergemisch in kleine Obst- und Gemüsenetze. „Sehr gesund für die Vögel – und auch eine gute Handcreme“, schmunzelte Michaela Marx, als die Kinder eifrig Kugeln formten. In den nächsten Tagen, wenn alles getrocknet ist, wird sich den Vögeln rund ums Schulhaus ein reich gedeckter Tisch bieten, freuten sich alle.
Zu guter Letzt besuchte noch ganz unerwartet der Rabe Abracakus die Klasse, um als gefiederter Interviewpartner die letzten Schülerfragen zu beantworten. „Ein Vogel müsste man sein!“, seufzten am Schluss alle begeistert!

2019-03-17T18:53:48+00:00 17.03.2019|Kategorien: HSU, Projekte|