Unsere Schulsozialarbeiterin Odreé Hutstein organisierte für die 3. und 4. Klassen der Herzog-Albrecht- Schule dankenswerterweise Patrik Stemmer. Er schult im Rahmen des „KUJO- Konzeptes“ Kinder und Jugendliche. KUJO steht für „Kinder und Jugendliche Online“ und behandelt alle Aspekte im Umgang mit dem Internet, Onlineaktivitäten und deren Auswirkungen.
Das Konzept basiert auf einem modernen lernpsychologischen Ansatz und ist wissenschaftlich fundiert. Hr. Stemmer schulte die Klassen an diesem Tag zu den Themen Altersgrenze, Kettenbriefe und Geheimnisse. Auf äußerst kindgemäße und eindringliche Art nahm er die Kinder mit, um ihnen hilfreiches Werkzeug für den alltäglichen Gebrauch von Medien an die Hand zu geben.
So wissen die 9- und 10 -Jährigen jetzt, dass es verschiedene Bauchgefühle gibt, die gute, neutrale oder schlechte Emotionen auslösen. „Wenn du ein komisches Gefühl hast, hol dir immer Hilfe“, gab er ihnen als Ratschlag. Genauso bei Geheimnissen. Er motivierte die Kinder, sich immer Hilfe zu holen, wenn sich das Bauchgefühl meldet. Es wurde auch erarbeitet, bei wem die Kinder sich Hilfe organisieren können. Im privaten Bereich sind es die Eltern, Freunde oder Familie. In der Schule geben auch Lehrer oder Fr. Hutstein, als Schulsozialarbeiterin Hilfestellung, wenn es Probleme oder Gesprächsbedarf gibt.
Dass auch das Thema „Altersgrenze“ superwichtig ist, wurde den Kindern in einem Versuch sehr schnell klar. Sich daran zu halten, ist sehr sinnvoll bei der Auswahl von Spielen zum Beispiel.
Patrik Stemmer hatte noch den Oma- Trick für die Kinder im Gepäck.
Das fanden alle sehr lustig, aber eigentlich ist der Oma-Trick sehr einfach: Bevor du etwas versendest, überlege immer, ob du das Bild oder die Nachricht auch so deiner Oma schicken würdest. Das leuchtete allen ein.
In diesem Zusammenhang erklärte Hr. Stemmer auch, dass man beim Versenden von Bildern im Internet sehr vorsichtig sein musss, da sich Dinge sehr schnell verbreiten und nur schwer zu löschen sind.
Die Ziele, mediale Kenntnisse und Kompetenzen rund um das Thema Internet zu vermitteln oder zu stärken, gelang Patrik Stemmer sehr gut. Er zeigte den Kindern anschaulich die Möglichkeiten, aber auch die Gefahren und Grenzen im Umgang mit neuen Medien auf z.B. beim Erhalt von Kettenbriefen.
Bereits während des Workshops reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Verhalten im Internet.
Abschließend möchten sich die 3.und 4. Klassen der Herzog-Albrecht-Schule bei Fr. Elvira Köglmaier bedanken. Sie ist Sozialpädagogin im Gesundheitsamt des Landratsamtes und für Präventionsarbeit zuständig. Aus diesem Fördertopf wurde der Workshop #bauchgefühl finanziell unterstützt. Fr. Köglmaier zeigte sich bei der Teilnahme in der 4a sehr begeistert und meinte: „Es ist gut zu wissen, dass das Geld hier so sinnvoll und gewinnbringend angelegt wird.“ Mit großem Lob an den Referenten und Dank an Fr. Hutstein und Fr. Köglmaier für die Organisation und die finanzielle Unterstützung, verabschiedeten sich die Schüler bei den Gästen.