Archäologe bei 5. und 6. Klasse

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Archäologe bei 5. und 6. Klasse

Jahresmotto der Herzog-Albrecht-Schule ist „Wir reisen durch die Zeiten“. Aus diesem Grund gestaltete der Archäologe Lothar Breinl am 20. Februar für die 5. und 6. Klasse der Mittelschule den Geschichtsunterricht. Er machte die Steinzeit lebendig und entführte die Schüler in eine Zeit, als das Essen noch kalt blieb, wenn man kein Feuer entfachen konnte.

Als Einstimmung auf drei lehrreiche und spannende Stunden veranschaulichte Herr Breinl zu Beginn anhand von Bildern die Vorgehensweise von Archäologen. Besonders interessant bei Ausgrabungen sind Gräber. Gewöhnlich wurden den Verstorbenen Grabbeigaben mitgegeben. Diese sind für Forscher sehr hilfreich, wenn sie mehr über das Leben früher erfahren wollen.

Anschließend führte Herr Breinl verschiedene Techniken vor, die unsere Vorfahren beherrschten. Am interessantesten war für die Kinder natürlich das Feuermachen. Allerdings räumte Herr Breinl mit der Vorstellung auf, dass es reicht, zwei Feuersteine aneinander zu schlagen und dann fängt das Gras schon zu brennen an: „Da gibt es heute sicher kein warmes Mittagessen!“. Das Entfachen von Feuer war früher ein längerer Prozess, den der Archäologe vor den gebannt zuschauenden Kindern demonstrierte: Zuerst verstreute er auf einer Steinplatte vorbereiteten Zunder. Diesen brachte er mit Hilfe von zwei verschiedenen Steinen, einem Feuerstein und einem Pyrit, zum Glimmen. Durch vorsichtiges Blasen konnte er einen größeren Glutherd schaffen. Mit trockenem Gras gelang es dann in der Steinzeit Feuer zu entfachen.

Feuerstein und besonders Obsidian waren in der Steinzeit noch für einen anderen Bereich des Lebens wichtig. Unsere Vorfahren konnten mit diesen Materialien scharfkantige Waffen und Werkzeuge herstellen. Auch dies zeigte Herr Breinl. Er schlug kleine Pfeilspitzen oder Messer aus einem größeren Block heraus. Problemlos konnte er – zum Erstaunen der Schüler- mit seinem Steinzeitmesser Haare schneiden.

Im dritten Teil des Tages durften die Kinder nun selbst Werkzeuge aus der Steinzeit herstellen. Vor allem die Jungen versuchten sich an einem Steinzeitbohrer mit Schwungscheibe. Interessant war auch das Basteln eines Pfeils. Die Schüler bemalten ihn mit Naturfarben, klebten Federn an und bekamen auch eine Spitze aus Feuerstein. Andere bastelten ein steinzeitliches Handy – eine Holzplatte an einer Schnur, die richtig geschwungen, laute Töne von sich gab und in der Steinzeit zur Nachrichtenübermittlung diente.

Am Ende der Vorführung zeigten sich alle Schüler sehr beeindruckt und konnten sich nun das harte Leben unserer Vorfahren lebhaft vorstellen. So sollte der Unterricht öfter sein, war die einhellige Meinung.

 

Der Zunder glüht                                                                                           Der Steinzeitbohrer funktioniert

2018-03-10T16:24:01+00:00 10.03.2018|Kategorien: Bildung|